Institute for
Authentic Leadership
Alte Strasse 21
89081 Ulm

 


Leadership - Führung
Die erste und genuine Aufgabe von Führung ist persönliche Verantwortung zu übernehmen - für die eigenen Handlungen und das eigene Denken und Fühlen. Dies deckt auch Führungs-aufgaben ab, die im Rahmen einer Organisation delegiert worden sind.

Persönliche Verantwortung zeigt sich darin Spannungen auszuhalten. Die Spannung zwischen der gegenwärtigen Realität und einer Vision der Zukunft. Führung bedeutet also, aus erwünschten zukünftigen Zuständen Ziele abzuleiten, zu Handeln und damit Neues Realität werden zu lassen. Ohne Träume und Erwartungen für die Zukunft entsteht kein Wandel - und keine (veränderte) Realität.
Ob die dazu notwendigen Ziele durch eigenes Handeln oder durch Koordination anderer erreicht werden ist unerheblich - es geht um die persönliche Verantwortung für das konkrete Ziel und das "Committment" im Bezug auf die dahinterliegende Vision. Das Spannungsfeld zwischen
einem erwünschten Zustand und der gegenwärtigen Realität ist altbekannt. Robert Fritz nannte es in seinem Buch "the path of least resistance" "strukturelle Spannung".
Viele Menschen haben sich in der Geschichte mit diesem Spannungsfeld auf unterschiedliche Weise beschäftigt. Unter anderem war dies William Shakespeare in seinem Hamlet, dessen unten angegebenes Zitat sowohl Goethe als auch Nietzsche stark beschäftigt haben:

der angeborenen Farbe der Entschließung wird des Gedankens Blässe angekränkelt; und Unternehmungen voll Mark und Nachdruck, durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt, verlieren so der Handlung Namen.
William Shakespeare, Hamlet

Hier geht es um die "Übermacht" der Realität und des Denkens der breiten Masse, die uns umgibt und uns oft genug von unserem Weg abbringt. Dem entgegen setzt Shakespeare unsere Unabbhängigkeit und Freiheit unseren eigenen Gedanken und unserem Wollen zu vertrauen und danach zu handeln.
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Deshalb
spreche ich von "Authentic Leadership", weil Führung nicht auf antrainierten Verhaltensweisen basiert, die je nach Situation anzuwenden sind, sondern aus der Tiefe der Persönlichkeit erwächst.
Die oft gestellte "Seminarfrage", ob jeder Mensch führen kann ist einfach zu beantworten:
Ja - jeder Mensch kann mit seiner Persönlichkeit - auf unterschiedliche Art führen. Um dies verständlich und umsetzbar zu machen, nutzen wir das Enneagramm als Analyseinstrument zum Verständnis, was die eigene Persönlichkeit antreibt. Das Enneagramm gibt Antworten auf die Frage, welche Strategien wir schon seit der Kindheit entwickelt haben, um mit der uns umgebenden und durch unsere Wahrnehmung gefilterte Realität zurecht zu kommen, bzw. auf diese Realität Einfluß zu nehmen. Damit beantwortet es die Frage, wie wir bisher mit unserer Verantwortung umgehen und eröffnet eine neue Frage: Wer möchte ich in Zukunft sein?

Das zweite Spannungsfeld für das persönliche Verantwortung notwendig ist, ist die Spannung zwischen unseren eigenen Bedürfnissen und der uns umgebenden menschöichen Gemeinschaft - eingebettet in den Worten Mut und Werte (bzw. Ethik).
Persönliche Werte zu entwickeln, an denen das eigene Handeln gemessen wird, Integrität und Freude am Dienst für Andere zu haben, ist eine Grundvoraussetzung zur Führung. Wie stehen diese Werte in Einklang oder in Konkurrenz mit meiner persönlichen Karriere, bzw. meinem Wunsch Talente und Fähigkeiten, die ich habe "auszuleben"?

Um sich vielleicht gegen die herrschende Meinung / die gegenwärtige Realität zu stellen - und vielleicht alleine da zu stehen - bedarf es Mut. Mut erwächst aus der Fähigkeit und Willigkeit nachhaltig Initiativ zu sein und der eigenen Wahl, sich selbst die notwendige Autorität zu geben um wirklich zu handeln.

Damit bin ich wieder am Anfang angelangt: Persönlich Verantwortung zu übernehmen macht den Unterschied - und ist der Beginn des Wegs für jeden und jede, der, bzw. die führen will.

"Vielleicht ist es Wahnsinn im Müll nach Schätzen zu suchen. Vielleicht ist es auch Wahnsinn zu normal zu sein. Der größte Wahnsinn besteht jedoch darin, das Leben so zu sehen wie es ist, und nicht wie es sein sollte". Miquel Cervantes in Don Quichotte

 

Menschen wollen nicht gemanagt werden,
sie wollen geführt werden.
Wer hat je von einem
Weltmanager gehört?
Weltführer,
ja
Weltwirtschaftsführer,
Politischer Führer,
Religiöser Führer,
Gewerkschaftsführer,
Arbeiterführer.
Sie führen.
Sie managen nicht.

Das Zuckerbrot siegt immer
über die Peitsche.
Fragen Sie Ihr Pferd.
Sie können ihr Pferd
ans Wasser führen,
aber Sie können nicht managen,
daß es trinkt.

Wollen Siejemand managen,
dann managen Sie sich selbst.
Wenn Sie das schaffen
sind Sie soweit:

Dann können Sie
aufhören zu managen
und anfangen
zu führen.

eine Anzeige der
UTC im Wall Street Journal